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Tour of Qinghai Lake – atemberaubend schön

Dienstag, Aug 14, 2018 in Pro Cycling, 510 x angesehen

Seit 5 Jahren ist das Team BIKE AID beim größten Radrennen Asiens am Start. Jedes Jahr aufs Neue raubt es uns den Atem. Sei es wegen der Höhe oder den einmaligen Erlebnissen. Sportlich war es die bisher erfolgreichste Teilnahme und spiegelt damit auch die generelle Entwicklung des Teams wider.

China, jedes mal aufs Neue eine Reise wert

Seit 2014, somit seit Beginn unseres Projektes Profi Team, nehmen wir jährlich an der Tour of Qinghai Lake Teil. Die zweiwöchige Rundfahrt bietet Superlative und besondere Erlebnisse am Fließband. Das höchstgelegene Radrennen der Welt, die Tour de France Asiens, die Begeisterung der Zuschauermassen, die Natur auf dem Tibet Hochplateau, die Hitze in der Wüste und die Skylines der Mailionenstädte. All das trifft zu, darüber können wir jedes Jahr erneut Berichten und jedes Jahr sind unsere Fahrer erneut so beeindruckt von diesem außergewöhnlichen Rennen.  

Liest man den ersten Bericht unserer Teilnahme aus 2014, bekommt man immer noch Gänsehaut, vor allem dann, wenn man sich die Bilder ansieht. Unsere Meinung über China hat sich durch unsere Teilnahmen sehr verändert. Und letztlich ist das auch die wichtigste Botschaft, die wichtigste Erkenntnis, die wir in all den Ländern auf unseren Reisen entdecken: Wer sich ein Urteil über ein Land und dessen Menschen erlauben möchte, sollte dort hin reisen und eintauchen. Dann verändern sich Blickwinkel und Meinungen. Aber nicht im Hotel, Cluburlaub oder in der Reisegruppe zu den Standard-Touristenspots, sondern in dem man sich sprichwörtlich zu den Menschen auf der Straße begibt.  

Im Wortsinn auf die Straße begeben wir uns bei jedem Rennen. Wir durchfahren die Lebenswirklichkeit der Menschen und erleben ein ganzes Land aus eigener Kraft. Und bei der Tour of Qinghai Lake führt uns die Straße gefühlt nah an den Himmel. 2017 lag die höchste Bergwertung des Rennens auf 4.300m, 2018 bei 4.100m. Spätestens dort oben schwinden die Kräfte, die Luft wird dünn und die Beine schmerzen, man hadert in jeder Sekunde mit sich, doch besser vom Rad zu steigen und der Qual ein Ende zu setzen. Kommt man dann in den Abfahrten wieder in niedere Gefilde und der Sauerstoffgehalt nimmt zu, wird man euphorisch, spätestens wenn man im Ziel von den tausenden Zuschauern gefeiert und umringt wird.

BIKE AID breit aufgestellt

Das Feiern auf dem Podium konnte dieses Jahr Meron Abraham mit seinem dritten Platz auf der dritten Etappe genießen. Danach folgten sieben weitere Top Ten Platzierungen für das Team, ehe Lucas Carstensen auf der Schlussetappe um gerade mal 5cm den Etappensieg verpasste und Platz 2 belegte. Mit Suleiman Kangangi landete erstmals ein BIKE AID Fahrer in den Top 20 der Gesamtwertung. Aus sportlicher Sicht war es damit die bislang erfolgreichste Teilnahme.  

Meron Abraham ist damit der vierte BIKE AID Fahrer, der 2018 Erfolge bei hochwertigen Rennen der Kategorie 1 und HC erzielt. Bei der Route d'Occitanie UCI 2.1 (ehemals Route du Sud) hat er in Europa für Schlagzeilen gesorgt, als er auf der ersten Etappe das Berg- und Sprinttrikot übernahm und kurzzeitig Platz 3 in der Gesamtwertung belegte.  

Waren es 2017 noch vorrangig Erfolge bei Rennen der Kategorie 2, welche BIKE AID verbuchen konnte, wurde die Messlatte in 2018 nochmals höher gelegt. Lucas Carstensen, Nikodemus Holler, Salim Kipkemboi und nun auch Meron Abraham waren bei Rennen der Kategorie 1 oder HC bereits Siegreich unterwegs oder auf dem Podium. Nicht zu vergessen Suleiman Kangangi, der vergangenen November Platz 3 in der Gesamtwertung der Tour du Rwanda belegte und nun bei der Qinghai Lake in die Top 20 fuhr. Diese breite Aufstellung bringt dem Team auch regelmäßig vordere Plätze in der Gesamtmannschaftswertung ein. 

Fotogalerie anschauen und genießen

Aber noch mal zurück zu den Eindrücken bei der Tour of Qinghai Lake. Die japanische Fotografin Sonoko Tanaka hat uns eine Auswahl an Bildern bereit gestellt. Mit diesen Eindrücken wollen wir uns für dieses Jahr vom höchsten Radrennen der Welt verabschieden und hoffen auf ein Wiedersehen 2019.  

Video Impressionen vom niederländischen Journalist Sjors Beukeboom

Video Best of Tour of Qinghai Lake 2018

Ergebnisse

Bericht Radsport News