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Aaron Grosser trotz Unfall bester deutscher Kontinentalfahrer 2020

Dienstag, Jan 7, 2020 in Pro Cycling

Radsport News hat erneut mit seiner Jahresrangliste die besten Radsportler im deutschsprachigen Raum der vergangenen Saison porträtiert. BIKE AID stellt bereits im dritten Jahr in Folge den erfolgreichsten Sportler eines deutschen Kontinental Teams und ist als einziges Team mit 4 Sportlern vertreten.

Was eine Saison für Aaron Grosser

Das junge Radsporttalent aus Hamm hat in einer Saison alle Höhen und  Tiefen einer Radsportkarriere durchlebt. Obwohl er nur bis Juni Rennen fuhr, wurde er der erfolgreichste Sportler eines deutschen Kontinentalteams der Radsport News Jahresrangliste, dem größten deutschrachigen Newsportal um den Radsport. Bereits 2018 und 2017 war BIKE AID mit Nikodemus Holler ganz vorne vertreten.

Im April konnte BIKE AID Neuzugang Aaron Grosser erstmals international wirklich in Erscheinung treten. Bei der Fernfahrt Belgrade Banjaluka belegte er am Ende zeitgleich mit dem Sieger den zweiten Platz in der Gesamtwertung, einer Kategorie 1 Rundfahrt der UCI Europe Tour.  

Kurz darauf feierte er bei der Tour of Mersin in der Türkei seinen ersten UCI Sieg. Es folgten zwei weitere Podiumsplätze bei der Tour of Mesopotamia und Anfang Mai stand er so schon insgesamt 6 mal auf dem Podium eines UCI Rennens der UCI Europe Tour.

Zusammentreffen mit der Weltspitze

Mit viel Selbstvertrauen ging es dann zur Route d'Occitanie in die französischen Pyrenäen, einem unmittelbaren Vorbereitungsrennen für die Tour de France. Während sich, der zu diesem Zeitpunkt amtierende Weltmeister, Alejandro Valverde aufmachte die Gesamtwertung jener Rundfahrt zu gewinnen, legte Aaron auf der zweiten Etappe alles in die Waagschale. Aaron setzte vielversprechend zum Sprint gegen den französischen Tour de France Etappensieger Arnaud Démare an, lag 300m vor dem Ziel auf Podiumskurs, eher er mit High Speed gegen einen Pfosten knallte.  

6 Monate Reha

Das Ergebnis: Offener Schienbeinbruch und Ende der Saison 2019. 6 Monate Höhenflug gefolgt von 6 Monaten Schmerzen, Krankenhaus und Reha. Aaron stand kurz vor einem Vertrag in einem World Tour Team, hatte seine bisher erfolgreichste Saison und musste am Ende um die Fortführung seiner Karriere zittern.  

2020 zurück im Rennen

Beeindruckend allerdings, was der Junge Mann aus dieser Enttäuschung gemacht hat. Sein ganzes Umfeld hat er mit seiner Motivation mitgerissen, nicht aufgeben zu wollen. Kämpfte sich täglich durch die Reha und genoss den befreienden Moment, als er seine Krücken wegschmeißen konnte. 2020 wird er erneut im BIKE AID Trikot am Start stehen und das ganze Team wird ihn dabei unterstützen, wieder an seine Erfolge anknüpfen zu können.