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Pleiten, Pech und Pannen - ein trauriger Abschluss in Rwanda

Montag, Nov 21, 2016 in Pro Cycling

Vom Gesamtsieg hatte man anfangs geträumt, doch am Ende kam alles ganz anders als gedacht. Auf der letzten Etappe der Tour du Rwanda ereilte Jean-Bosco Nsengimana das Pech und so blieb der große Traum verwehrt.

Zugegeben: sie war recht klein am Vorabend der letzten Etappe. Die Chance auf den Gesamtsieg war nicht groß, aber dennoch war sie immer noch da. Mit nur 1:27 Minute Rückstand auf Valens Ndayisenga lag Jean-Bosco Nsegimana auf Platz 4 der Gesamtwertung - also immer noch in realistischer Reichweite. Gerade wei die letzte Etappe über einen sehr selektiven Kurs in Kigali führte auf dem man sicher nochmal Zeit gutmachen konnte.

Er wollte es wissen - unbedingt sogar und nach 2015 nochmal richtig angreifen und die Rundfahrt ein zweites Mal gewinnen. So erhielt Jean-Bosco Nsengimana erneut die gesamte Unterstützung seiner Teamkollegen, die alles für ihn in die Waagschale warfen.

Doch dann, es ging in die entscheidende Rennphase und die Favoriten hatten sich abgesetzt schallte es durch Radio Tour: "BIKE AID, BIKE AID for Nsengimana" - kein gutes Zeichen!

Defekt! Im schlimmsten aller möglichen Momente, mitten im heißen Finale und keiner schenkte sich mehr irgendwas. Radwechsel, anschieben und weiter geht's. Aber wenn man in so einer Situation aus der Spitze weg ist, dann ist man weg und die Wahrscheinlichtkeit es nochmal nach ganz vorne zu schaffen gleicht einer Mammutaufgabe.

So reichte es am Ende der Etappe dann nur zu einem enttäuschenden 22. Tagesplatz und mit 3:41 Minuten Rückstand verlor Jean-Bosco am Ende viele Plätze in der Gesamtwertung und rutschte auf Platz 9 ab.

Nach dem Zieleinlauf war die Enttäuschung bei allen Beteiligten unübersehbar, hat man doch eine ganze Woche alles gegeben, sich gequält und vieles entbehrt, um am Ende Opfer eines Defektes zu werden. Aber so ist er, der Radsport. Man weiß nie was alles passiert und ist letztlich trotz hervorragneder körperlicher Voraussetzung und Form auf viele Dinge angewiesen, die man dann doch nicht kontrollieren kann - aber auch das macht das Ganze irgendwie spannend!

Nach einer hervorragenden Woche und konstant tollen Leistungen hat der Rwander Valens Ndayisenga die Gesamtwertung für sich entschieden und am Ende war er es, der die Rundfahrt zum zweiten Mal nach 2014 gewinnen konnte.

Herzlichen Glückwunsch Valens und ein großes Danke an alle Radsportfans in Rwanda, die diese Rundfahrt wieder einmal zu einer unvergesslichen Woche haben werden lassen.

Ergebnis letzte Etappe Tour du Rwanda