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Patrick Lechner donnert am Donnersberg auf Platz 2 – Niko Holler mit Platz 6 in Landshut

Sonntag, Jun 19, 2016 in Pro Cycling

Der heutige Rennsonntag hatte es mit gleich zwei deutschen „Klassikern“ in Bolanden und Landshut in sich. Bei beiden Rennen zeigte das Team „Stradalli – BIKE AID“ einen starken Auftritt.

Wenn ein Rennen schon „Rund um den Donnersberg“ heißt, dann lässt das schon viel vermuten. Und so ist jenes Rennen im pfälzischen Bolanden jahrein jahraus ein Stelldichein der deutschen Elite, da es eines der noch wenig verbliebenen Straßenrennen ist. Rund 140 Kilometer gilt es am vielbesagten Donnersberg zurückzulegen, was bedeutet, dass sich die Fahrer ganze 17 Mal einen rund 1,5 Kilometer langen Anstieg hochquälen dürfen. Man könnte denken, dass 1,5 Kilometer nicht lange sind. Verglichen mit Alpenpässen ist dem sicher auch so, aber: jeder der schon einmal so ein Rennen gefahren ist, der weiß, was das so bedeutet. Da heißt es dann nämlich jede Runde: 1,5 Kilometer alles was geht hoch, denn oben wird auch noch eine Bergprämie abgenommen.

Das ist nach dem ersten Mal noch alles ganz angenehm, aber dann. Spätestens nach 5, 6 Mal muss man dann aber schon mit sich kämpfen und dem vielbesagten inneren Schweinehund recht heftig den Kampf ansagen.

Und heute sagten sich dann 3 Fahrer schon nach 4 Runden: „wir machen den Rest jetzt mal alleine“. Und so setzten sie sich gemeinsam ab und schafften schnell eine recht komfortable Lücke zwischen sich und dem Hauptfeld. Nachdem Patrick Lechner nach der Irlandrundfahrt seinem Körper die notwendige Ruhe gegönnt hat, konnte er seine Motivation nicht mehr zurückhalten und war unter den 3 Ausreißern dabei. Ebenso mit von der Partie war Simon Nuber vom Team Möbel Ehrmann, der schon seit Jahren sämtliche Rennen in der Pfalz und Umgebung mit seinem Team mitbestimmt. Eine vielversprechende Gruppe also, die sehr gut harmonierte.

Mit dieser Souveränität sollten die drei dann gemeinsam das Finale in Angriff nehmen und das Rennen wurde schließlich im Sprint entschieden. Patrick Lechner konnte einen tollen 2. Platz erringen und ist für die kommenden Wochen bestens gerüstet!

Dahinter wurde weiter gekämpft und Meron Amanuel aus Eritrea zeigte ebenfalls eine tolle Leistung und beendete das Rennen auf Platz 7.

Viele Kilometer weiter südlich in der Republik, um genau zu sein in Landshut, unweit der österreichischen Grenze fand ein weiteres großes Straßenrennen statt. Der große Preis von Baier Landshut – ebenfalls über 135 Kilometer im leider nun schon gewohnten Dauerregen. Nikodemus Holler schaffte es auch dort in die Spitzengruppe und in einem sehr selektiven Finale erreichte er nach einer beherzten Attacke Platz 6 und zeigt weiterhin seine derzeit tolle Form! Daniel Bichlmann rundete mit Platz 11 das Ergebnis ab.

Ein toller Renntag mit wirklich tollen Leistungen der Jungs! Weiter so, nächste Woche bei der deutschen Profimeisterschaft in Erfurt!