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Meron Teshome sorgt beim Massawa Circuit (UCI 1.2) mit Platz 3 für weiteres Podium

Montag, Apr 18, 2016 in Pro Cycling

In Massawa  erwartete die Fahrer vom Team Stradalli – BIKE AID eine Atmosphäre in einer Stadt, welche sie so schnell nicht vergessen werden. Das Ergebnis rundete am Ende den Tag für alle Beteiligten ab.

Massawa – es gibt viel zu sagen über diese historische Stadt an der Küste Eritras, direkt am roten Meer. Für viele Fahrer bedeutend an diesem Tag ist wohl der Fakt, dass es sehr heiß in dieser Region ist. Denn anders als in der Hauptstadt Asmara, bietet die Höhe eben keinen „Schutz“ vor der Hitze, sondern auf Meeresniveau gelegen ist man in Massawa der Kraft der prallen Sonne vollends ausgeliefert. 38 Grad sollten es gestern also sein und damit wurde dann das Rennen für die Europäer wiederum nicht einfach, wenn man bedenkt, welche Temperaturen im Gegenzug hier gerade vorherrschen.

Aber viel interessanter als das Klima ist sicherlich die Bedeutung und auch Geschichte der Stadt Massawa. So galt der Hafen von Massawa lange der best ausgebaute Hafen zwischen Alexandria und Kapstadt, was die Bedeutung der eritreischen Stadt lange sehr förderte. So wurde die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts Hauptstadt eines italienischen Protektorats, aus welchem dann die Kolonie Eritrea hervorging. Erst im späteren Verlauf der Geschichte wurde die Hauptstadt nach Asmara verlegt und Massawa verlor seine Bedeutung.

Dennoch sind auch heute noch sehr viele historische Gebäude aus der Kolonialzeit zu betrachten, die einem bloß blankes Staunen ins Gesicht zaubern.

Und an diesem heißen und interessanten Ort sollte es nun heiß hergehen. Ein topografisch eher weniger schweres Rennen auf einem flachen Kurs rund um die Stadt. Aber wie bereits geschildert, sollte die Hitze die Aufgabe etwas erschweren. Die Fahrer vom Team Stradalli – BIKE AID hatten sich einiges vorgenommen, nachdem Meron Amanuel am Vortag bereits einen tollen 5. Platz erringen konnte. Hatte man mit Meron Teshome ja den vermeintlich schnellsten Sprinter  in den eigenen Reihen. Nach vielen Ausreißversuchen ließ das Feld dann eine Spitzengruppe mit 4 Fahrern aus Eritrea ziehen. Die letzte Rennstunde sollte es dann aber in sich haben, denn es begann die Jagd auf den Sieg des Rennens. Immer wieder waren es die beiden Mannschaften Amore e Vita aus Italien und eben Stradalli – BIKE AID, die gemeinsam die Nachführarbeit leisteten. Kurz vor dem Ziel schien der Plan aufzugehen und die Gruppe war in Sicht, doch als man diese stellte wurde klar, dass es nur zwei der 4 Männer an der Spitze waren und somit 2 Fahrer noch vorne lagen. Am Ende reichte es nicht mehr ganz und mit 6 Sekunden Vorsprung gewann der Afrikameister Tesfom Okubamariam das Rennen. All der Aufwand, den das ganze Team betrieben hat umsonst? Nein, denn Meron Teshome zeigte, dass er der schnellste Sprinter im Feld ist, vollendete die Vorarbeit und gewann den Sprint des Hauptfeldes, was ihm und dem gesamten Team edn 3. Platz und somit eine weitere Podiumsplatzierung bei einem UCI-Rennen sicherte!

Tolle Leistung Jungs! Macht weiter so die kommenden Tage und gebt weiter alles!

Ergebnis Massawa Circuit