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Clint Hendricks zweiter bei Cape Town Cycle Tour in Südafrika

Sonntag, Mär 8, 2020 in Pro Cycling

Wer meint, die großen Massenevents für Jedermann hätten ihren Ursprung in Europa, der irrt. Nicht L’Étape du Tour, Ötztaler Marathon oder große Namen wie Paris Roubaix und Flandernrundfahrt für Jedermann sind die größten Mitmachtevents im Radsport. Clint Hendricks hat beim größten Radsportevent der Welt knapp den Sieg verpasst und 29.999 weitere Teilnehmer hinter sich gelassen.

Was ist das Erfolgsrezept großer Marathon Veranstaltungen wie dem New York Marathon? Vorne ein Rennen von Weltklasse Athleten und zur selben Zeit dahinter ein Massenevent für Jedermann. Die Freizeitsportler sind somit Teil des gleichen Wettkampfes, bestreiten dennoch ohne Anspruch auf den Sieg mit dem Fokus auf Erlebnis und persönliche Bestzeit ihr eigenes Rennen.  

Zwar gibt es dieses Konzept so ähnlich auch im Radsport, kommerzielle Jedermannveranstaltungen boomen auch hierzulande. Aber diese finden immer in zeitlicher und oft auch räumlicher Trennung zu den Profis statt, womit viel Potential der Faszination verloren geht.  

Das es auch anders geht, zeigt das Erfolgskonzept Cape Town Cycle Tour, weit entfernt in Südafrika. Die 42. Auflage haben erneut über 30.000 Teilnehmer in Angriff genommen, ja richtig gelesen, über dreißigtausend. Und im ersten Startblock wird traditionell ein Rennen für die Profis gestartet.  

Clint Hendricks, Profi im Team BIKE AID, konnte dieses Rennen in der Vergangenheit bereits für sich entscheiden, zählt er doch zu Südafrikas besten Radfahrern. Bei der diesjährigen Auflage wurde er knapp im Sprint von Travis Barrett geschlagen. Dennoch muss es ein beindruckendes Gefühl sein, wenn man weiß, dass man mindestens 29.999 Radfahrer hinter sich gelassen hat. Glückwunsch Clint!

Fotos Credit: Tobi Ginsberg