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2017 wird das Pro-Cycling-Team wieder als „BIKE AID“ unterwegs sein

Mittwoch, Dez 21, 2016 in Pro Cycling

Das im Saarland beheimatete Profiradsportteam kann 2016 auf seine bisher erfolgreichste Saison zurückblicken und auch weitere wichtige Schritte zur Erreichung seiner langfristig angelegten Ziele machen.

Seit drei Jahren ist die Mannschaft aus dem Saarland nun im Profipeloton unterwegs und hat bereits in den Jahren 2014 und 2015 beachtliche Erfolge verbuchen können. Sei es der Gewinn der Gesamtwertung in der UCI Africa Tour durch den Eritreer Mekseb Debesay oder aber Etappensiege bei Rundfahrten. Doch in der abgelaufenen Saison 2016 machte das Team den bisher größten Schritt in seiner Entwicklung und konnte sich in vielen Bereichen merklich verbessern.
 
Insgesamt 3 Siege bei Profirennen des internationalen Kalenders der UCI, 11 Podiumsplatzierungen, sowie weitere 42 Platzierungen unter den ersten 10 machen die abgelaufene Saison sicher zu einer doch beeindruckenden. Highlight waren der 2. Platz von Meron Teshome auf der 11. Etappe der Tour of Qinghai Lake (UCI 2.HC) oder der siebte Gesamtrang von Nikodemus Holler bei der Tour of China (UCI 2.1), der auch bei der Irlandrundfahrt das Bergtrikot gewann.
 
Auch bei nationalen Rennen war die Mannschaft 2016 bei jedem Rennstart dominierend und die Vergabe der Plätze auf dem Podium lief meist nur über die Équipe aus dem Saarland. Wenngleich ein Sieg verwehrt blieb, da mit Simon Nuber einer der herausragenden Fahrer ein anderes Trikot trägt.

„Endlich konnten wir nach 2 Jahren Findungsphase sportlich einen gewaltigen Schritt machen und auch die Mannschaft als solche etablieren und weiterentwickeln. Der Kern hat sich nun gefunden und für 2017 wird der Kader punktuell verstärkt und gezielt weiterentwickelt“, so Lutz Drehkopf – einer der sportlichen Leiter im Team.
Der Rennkalender und die sportlichen Ziele werden für 2017 weiter präzisiert und gefestigt: „unser Ziel ist es, erneut ein solches Jahr abzuliefern, durch die gezielten Verstärkungen jedoch nochmals insbesondere in den Massensprints planbarer unter die ersten 5 bei Rennen der Kategorie 1 oder HC zu fahren“ so Lutz Drehkopf zur sportlichen Zukunft des Teams.
 
Aber auch abseits der Rennstrecke wurde viel bewegt. So ist es den Verantwortlichen gelungen, die Sponsorenbasis so auszubauen und zu entwickeln, dass das Team ab der kommenden Saison wieder ohne Namenszusatz eines Sponsoren an den Start gehen wird und nur noch den Namen „BIKE AID“ tragen wird.
 
„Es ist unser langfristiges Ziel, im Profiradsport eine Vereins-Mannschaft zu etablieren und nach oben zu führen, deren Werte nicht durch Namen von Sponsoren verwässert werden, sondern mit der sich Menschen identifizieren können und mit der nachhaltig Werte geschaffen werden“, so Eric Haus, Vorsitzender von BIKE AID e.V.
 
Als Beispiel diene in diesem Fall der Fußball, wo ein Verein eben immer den Vereinsnamen trägt, wenngleich Sponsoren weitaus mehr Geld investieren als im Radsport. „Wir hatten mit Stradalli einen motivierten Partner, dessen langfristige Ausrichtung jedoch nicht mit unserer Strategie übereinstimmte, so dass wir gemeinsam entschieden haben an unserer originären Ausrichtung festzuhalten und somit die Partnerschaft in gegenseitigem Einvernehmen zu beenden. Wir sind überaus froh, dass wir die bestehenden Partner, sowie auch neue Partner von unseren langfristigen Zielen überzeugen konnten“, so Eric Haus weiter. 
 
Auch gibt es entscheidende Entwicklungen im Bereich des Afrikaprojektes von BIKE AID zu vermelden: „Die nachhaltige Förderung des afrikanischen Radsports und afrikanischer Fahrer spielt für uns eine zentrale Rolle. Hier ist uns in den vergangenen Monaten ein entscheidender Abschluss gelungen, der uns in Zukunft noch sehr bewegen wird. Näheres dazu folgt zu einem späteren Zeitpunkt“, lässt Eric Haus offen.