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Zu Gast beim Rothaus Bike Giro

Montag, Aug 31, 2020 in Community

Endlich hatte das Covid-19-bedingte Warten ein Ende und auch unsere Mountainbiker konnten bei einer langersehnten Rennveranstaltung prüfen, ob das Training der letzten Monate Früchte trägt.
Das Land Baden-Württemberg hat sein Go zur Durchführung eines viertägigen Etappenrennens im Hochschwarzwald  gegeben - dem Rothaus Bike Giro.

Die freudige Nachricht hat sich in der europäischen Mountainbikerszene schnell verbreitet. Da Rennveranstaltungen derzeit bekanntlich eher rar sind, versammelten sich im Hochschwarzwald vom 20. bis 23. August viele ambitionierte Radsportler aus 15 verschiedenen europäischen Ländern. Mit dabei waren mit Kerim Itami, Markus Neukirch, Markus Stoll und Boris Zerban auch vier Fahrer unseres Mountainbike-Raceteams.

Volles Tempo

Bei herrlichem Sommerwetter mit heißen Temperaturen stand als Prolog nachmittags eine mit 22 Kilometer ungewöhnlich kurze Etappe auf dem Programm der Rennfahrer. Es war klar, dass aufgrund der Ambitionen vieler „ausgehungerter“ Sportler das Tempo sehr hoch sein und sich das Rennen eher hektisch gestalten würde. Wer glaubt, dass hier Kräfte für die Folgetage gespart werden, der irrt. Von Anfang an volles Tempo! Gleich nach dem Startschuss gab es mehrere Stürze, die jedoch ohne größere Folgen blieben. 100 Prozent Aufmerksamkeit war geboten. Unsere Equipe wurde glücklicherweise in keinen Sturz verwickelt und konnte die erste Etappe mit passablen Leistungen vollenden.

Hitze auf den Höhen

Am nächsten Morgen ging es im Vergleich zum Vortag etwas ruhiger los. Auf dem Programm der zweiten Etappe standen etwa 65 Kilometer gepaart mit über 2.000 Höhenmetern. Lange, sich ziehende Anstiege … a climbers course sozusagen. Während der ersten Rennhälfte spendeten die Wälder der landschaftlich reizvollen Strecke viel Schatten, so dass die Sonne erst in der Schlussphase der Etappe den Fahrern ihre kräftetechnische Überlegenheit demonstrieren konnte. Der 700 Höhenmeter umfassende Schlussanstieg gestaltete sich nicht zuletzt aufgrund der Hitze für viele Fahrer als Kampf gegen den inneren Schweinehund. Unsere vier Fahrer meisterten auch diesen Renntag und reihten sich im vorderen Drittel des Tagesergebnisses Masters 2 beziehungsweise im Mittelfeld Masters 1 ein.

Alle guten Dinge...

Völlig unterschiedliche Bedingungen brachte die dritte Etappe. 75 Kilometer mit ständigem Auf und Ab, welches in der Summe zu knapp 2.000 Höhenmetern führte. Wurzelige Trails und starker Regen kurz vor dem Start sollten an diesem Tag die Spreu vom Weizen endgültig trennen. Kein Tag für Schönwetterfahrer. Unsere Racer konnten allesamt ihre guten Leistungen des Vortages bestätigen und kamen unversehrt zur Rothaus-Brauerei, dem Ziel der dritten Etappe.

Die Wertungen

Wer denkt, dass Tag vier nur noch lockeres Ausrollen bedeutet, der wurde eines Besseren belehrt. Zwar gestalteten sich die 65 Kilometer der abschließenden Etappe mit ca. 1.500 Höhenmetern etwas flacher als die Vortage, jedoch galt es, alle verbleibenden Kräfte zu mobilisieren. Über die gesamte Renndistanz wurde das Tempo hochgehalten. Nach Möglichkeit noch ein paar Plätze im Gesamtklassement gutmachen oder zumindest keinen Platz verlieren. Perfektes Radsportwetter half unseren vier Fahrern, den harten letzten Tag zu absolvieren. Am Ende konnte Boris Zerban sich Platz 12 in der Wertung Masters 2 sichern. Markus Neukirch, der gemeinsam mit Boris in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich als Team die Transalp-Challenge fuhr, reihte sich knapp danach auf Platz 15 ein. Markus Stoll komplettierte die erfolgreiche Bilanz unserer Fahrer dieser Altersklasse mit einem sehr guten 23. Platz. Kerim Itani repräsentierte BIKE AID im Mittelfeld der ebenfalls stark besetzten Masters-1-Kategorie mit Platz 45. Ein tolles Ergebnis, da Kerim dem Rennsport erst seit wenigen Monaten beiwohnt. Gesamt- und Tagesergebnisse findet man unter folgendem Link.

Großer Dank gilt insbesondere dem Veranstalter, dem es gelungen ist, mit einigen klugen Ideen eine reibungslose und Covid-19-konforme Veranstaltung in diesen besonderen Zeiten durchzuführen. Herzlichen Dank!