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1. Lemberger Gravel

Freitag, Okt 9, 2020 in Community

Graveln oder auch Radfahren mit kulinarischem Hintergrund ist ja nicht unbedingt was Neues seit Saarvertikal („Es gibt Kuchen“) und dem Bratwurstrace („Es gibt Bratwurschd“) in Thüringen.

Beim Lemberger Gravel steht jetzt auch ein edler Tropfen von den sanften Hügeln der schwäbischen Toscana um Biesigheim im Mittelpunkt einer ganz besonderen Radsportveranstaltung, die es so noch nicht gegeben hat und bei Ihrer Premiere wirklich alles von Ihren Teilnehmern gefordert hat. Aber lest bitte selbst, was Euch Nadia, die von zahlreichen Saarländern nach Lemberg begleitet wurde, zu berichten hat.

Das Gravel-Jahr

Begonnen hatte das Gravel-Jahr bei Saarvertikal Anfang Juni. Danach lud Thomas Unger Mitte Juni zum Bratwurstrace nach Thüringen ein. Wegen der Pandemie waren fast alle Bikeevents abgesagt und es war so schön, mal wieder einige Freunde in ECHT zu sehen.

Es war so schön und erfolgreich, dass Rolf Nestrasil direkt motiviert war, so etwas auch in seinem Schwabenländle zu organisieren. Rolf fragte seine Lemberger Radjungs und seine Frau Anita und bekam dann das O.K..

Ein Termin war schnell gefunden und die Anmeldungen strömten herein. Im September war noch wunderschönes Wetter und die Vorfreude war groß. Doch je näher der Termin kam, umso schlechter wurden die Wettermeldungen. Also schnell noch Regen- und Wintersachen eingepackt.

Gegen den Regen

Los ging es freitags in der Radhalle. Es waren schon einige da (überwiegend Saarländer) und es wurde schon einiges an Lemberger Wein konsumiert. Samstags, nach dem leckeren Frühstück in der Radhalle, ging es dann bei Temperaturen von 5 Grad und im strömenden Regen los. Rolf hatte sich die Mühe gemacht insgesamt vier Strecken auszusuchen: 90 km und 120 km jeweils mit und ohne Trails. Angesichts des Regens riet er uns die Trails zu meiden. Nach dem ersten Trail wussten wir warum. Es war so lehmig, dass der Reifen voller Schlamm war und es eine einzige Rutschpartie war.

Tolle Landschaften und kulinarische Verwöhnungen

Also fuhren wir den Weg ohne Trails weiter. Die Landschaft war toll! Schöne Weinberge, alles voller Streuobstwiesen und schöne Ausblicke. Aber bei strömendem Regen ist es natürlich nicht so toll, wie bei Sonnenschein. Nach 65 km erreichten wir die Verpflegungsstation mitten in den Weinbergen. Das Angebot ersteckte sich von Würsten vom Grill, heißen Tee, über Lemberger Wein, Kuchen und Getränke. Man konnte seine nassen Handschuhe auf der Grillrückseite trocknen und seine Brille putzen. Für die 120er war es noch ein Stück, die 90er durften locker zurück rollen. Am Zielort gab es Maultaschen mit Kartoffelsalat und natürlich Lemberger Wein. Es war so schön. Vielen herzlichen Dank an Rolf und seine Jungs von der Lemberger Guerilla für die tolle Organisation und die Spende über 500€, die an Rideforhelpday/ Bike Aid gespendet wurden.. Und danke an die Frauen, vor allem Anita für die Verpflegung und an alle Fahrerinnen und Fahrer.

What's next?

Der Termin für den zweiten Lemberger Gravel am 25.09.2021 solltet Ihr Euch schon mal dick im Kalender eintragen. Das Wetter kann nur besser werden.

- Bericht von Nadia Haag

Anmerkung der Redaktion: Mangels sonniger Weinbergbilder haben wir Euch noch ein Bild von ein paar Tagen später angehängt. Einfach eine tolle Gegend mit phantastischem Wein, die immer eine Reise wert ist, nicht nur zum Radfahren!!