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BIKE AID goes Enduro

Donnerstag, Jun 2, 2016 in Community

Unsere Vereins-Neuzugänge Luca Biwer und Jannik Schlickel haben an der Enduro World Series in Wicklow (Irland) teilgenommen. Für beide war es das erste internationale Enduro Rennen auf einem solch hohen Level. Lest hier den Bildbericht der beiden.

Welcome to Ireland

Nach der 27-Stündigen Anreise mit PKW und Fähre über Cherbourg (Frankreich) kamen wir Dienstags am Vormittag in dem ländlichen Wicklow an. Typisch für Irland regnete es sehr stark und raue Winde hielten uns die ersten Tage bei Laune. Wir ließen die ersten Tage nicht ungenutzt und schauten uns die Stages für den Wettkampf schon mal in einer langen Wanderung zu Fuß an.  Im oberen Teil waren die Stages offen und verblockt, je mehr man nach unten fuhr, umso Flowiger wurden die Trails. Man durchfuhr jede Menge Vegetationszonen, was die Trails zu den Schönsten in unsere Bikezeit machte. 

Ein Berg - sieben Wettbewerbe - null Fehler

Zu der Rennlocation an sich muss man sagen, dass alle sieben zu fahrenden Stages (Wertungsabschnitte) auf ein und demselben Berg mit nur knapp 300 Höhenmeter angelegt waren.
Die Vielzahl der Stages in Kombination mit den sehr eng gesetzten Transferzeiten zeigten jedoch, dass Fehler keine Option waren.
Freitags wurden dann endlich Stage 1-4 zum Training freigegeben und die Zeit auf dem Rad begann mit herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel.
Das gute Wetter hielt den Rest der Woche an, sodass die noch nassen Strecken immer mehr abtrockneten und dadurch mehr Geschwindigkeit zuließen. 
Auch Samstags beim Training von Stage 5-7 feilten Luca und Jannik an der Linienwahl, Krafteinteilung und Materialwahl für das Rennen am Sonntag.
Schlussendlich verliefen die zwei Trainingstage sehr gut und wir waren beide hochmotiviert für den kommenden Sonntag.

Unser Ziel: TOP 100

Gestärkt durch ein kräftiges Frühstück und einen erholsamen Schlaf im Zelt ging es dann um 10 Uhr für uns beide los.
Ich startete 10 Minuten vor Luca was uns ein nicht allzu großes Zeitfenster für eventuelle Absprachen während des Wettkampfes verschaffte.
Über mein Rennen kann ich folgendes berichten: In Stage 1-4 war irgendwie noch der Wurm drin, zu große Aufregung und zu hektisches Fahren verschafften mir leider mehrere ungewollte Bodenproben, die jedoch alle glimpflich ausgingen. Ich konnte den gesamten Wettkampf Verletzungs- und Pannenfrei bleiben. 
Am Ende Platz 91. (5. schnellster Deutscher in der Elite Men Klasse) für mich, womit mein vorsichtig gesetztes Ziel der Top 100 bei der ersten Enduro World Series zu packen, erreicht war.
Bei Luca lief es leider nicht so gut, ihm versaute ein platter Reifen kurz nach dem Start auf Stage 1 die Zeit.
Vollkommen gehetzt versuchte er nach dem Reparieren des Mantels noch innerhalb seiner vorgegebene Transferzeit den Start von Stage 2 zu erreichen. Es gelang ihm knapp, jedoch folgte nach dem Start ein Sturz, was ihn schlußendlich zum Abbruch zwang.

Nichtsdestotrotz war es für uns beide eine Riesen-Erfahrung von der wir auf den zwei folgenden EWS Rennen in Italien profitieren werden. Motiviert sind wir mehr denn je!

Bis dahin 
RideOn

Jannik