Image

Klebezettel und neue Schilder - ein Vormittag in der Werkstatt für Flüchtlinge in Schmelz

Sonntag, Mär 20, 2016 in Charity

Wir freuen uns, dass wir die Arbeit von BIKE AID Mitglied und Kult-Blogger Norbert Martini mit einer Spende in Höhe von 2.500.- Euro zugunsten der kirchlichen Flüchtlingshilfe Schmelz unterstützen können!

Im folgenden Artikel gewährt uns Norbert einen kleinen Einblick in seine Flüchtlingswerkstatt - und wir sind gespannt auf die kommenden gemeinsamen Projekte!

 

Nach den chaotischen und anstrengenden letzten Werkstattterminen mit bis zu 40 Personen haben wir uns einige Gedanken über eine Neuorganisation und Verbesserung der Samstagswerkstatt gemacht und diese auch gleich umgesetzt. So gibt es ein Anmeldesystem über Doodle für die Patinnen und Paten, was aber noch nicht gut funktioniert.

Auch Ablauf und Organisation der Werkstatt selbst wurden geändert und haben sich bewährt:

  • Wer zu uns kommt, muss sich zuerst an einem Tisch vor der Werkstatt anmelden
  • Dort werden Schäden am Rad und Name des Besitzers auf einem Klebezettel notiert
  • das damit gekennzeichnete Rad wird auf einen bestimmten Platz gestellt, wo sich die Mechaniker nach Herzenslust „bedienen“ können
  • Neulinge können sich ein Rad aussuchen, es ausprobieren und Name und Radmarke werden dann notiert. Es wird auch ein Foto gemacht. Diese Räder stehen ebenfalls auf einem gekennzeichneten Platz, wo jemand von den Helfern die Übergabe regelt.
  • die Werkstatt selbst soll nur von den Mechanikern betreten werden, um ein relativ ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen.
  • die Mechaniker können aber auch draußen arbeiten, dort gibt es zudem Kaffee und Tee für alle, die möchten…
  • Neue Schilder in Deutsch, Englisch und Arabisch helfen beim Ordnung halten.
  • Das schöne, sonnige Wetter hatte an diesem Samstag  Laune gemacht, es hat scheinbar auch einige Syrer angesteckt und sie zum Helfen animiert. Zwei Männer (Mohammad und Muhsem) sind extra zum Helfen gekommen, so dass nun fünf syrische Mechaniker an diesem Morgen zugange waren. Wer ein Rad mit einem Plattfuß bringt, muss  sein Rad sowieso selbst reparieren. Dabei helfen die syrischen Mechaniker.

Inzwischen beherrschen  einige junge Syrer die deutsche Sprache so gut, dass sie gut als Dolmetscher fungieren können.
Der Ansturm insgesamt war auch nicht so groß, d.h. Ca 20 Flüchtlinge haben unsere Werkstatt besucht, so dass wir alles und „jeden“ geregelt bekamen. Fast alle fertigen Räder konnten an Neuankömmlinge ausgegeben werden. Einige gingen leider leer aus, weil  es im Moment wieder an neuen, fertigen Rädern fehlt.…

Den fleißigen Helfern/Innen: vielen Dank!
Organisation: Elisabeth, Lukas, Norbert
Mechaniker: Tino, Jörg, Feras, Bilal, Mohammad, Muhsem