Es sind die Straßen und Berge, auf denen seit mehr als hundert Jahren die Geschichte der Tour de France geschrieben wird. Die Route d'Occitanie selbst gehört seit über knapp einem halben Jahrhundert zu diesem Mythos und zählt zu den traditionsreichsten Etappenrennen Frankreichs.
Sieben Jahre BIKE AID in den Pyrenäen
2018 erhielt das kleine, ungewöhnliche Team aus dem Saarland erstmals eine Einladung zu diesem prestigeträchtigen Rennen. Möglich gemacht wurde dies durch die Familie Romain, die früh an das Projekt BIKE AID glaubte.
Damals standen Fahrer wie Charles Kagimu aus Uganda am Start, der über BIKE AID den Weg in den internationalen Profiradsport fand und seine Karriere später mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris krönte. Oder Salim Kipkemboi aus Kenia, bis heute der einzige kenianische Radprofi mit einem internationalen Profisieg auf der Straße.
Wer auf diese Geschichte zurückblickt, erkennt einmal mehr, was BIKE AID in den vergangenen Jahren bewegt hat.
Die nächste Generation zeigt ihr Talent
2026 kehrte BIKE AID bereits zum siebten Mal zur Route d'Occitanie zurück. Die Pyrenäen und der Süden Frankreichs glühten unter der Sommerhitze. Gleichzeitig standen mit Nahom Efriem, Even Yemane und Yoel Habteab erneut drei junge afrikanische Talente im Aufgebot des Teams.
Über die gesamte Rundfahrt hinweg zeigten die Fahrer immer wieder ihr Potenzial. Sei es durch perfekte Positionierungen in den hektischen Sprintvorbereitungen der WorldTour-Teams, durch offensive Fahrweise in Ausreißergruppen oder durch starke Leistungen in den Bergen.
Ausreißer, Bergfahrer und ein kämpferischer Franzose
Auf der Königsetappe über die großen Pyrenäenpässe fanden sich Nahom Efriem und Victor Vidal in der Spitzengruppe des Tages wieder. Für seinen offensiven Auftritt wurde Victor Vidal am Ende als kämpferischster Fahrer der Etappe ausgezeichnet.
Währenddessen hielt Oliver Mattheis auf den entscheidenden Anstiegen lange mit den besten Fahrern des Rennens mit und erreichte in Loudenvielle einen starken 14. Platz.
Erneut hat BIKE AID damit bewiesen, dass das Team auch auf diesem Niveau konkurrenzfähig ist und seine Einladungen zu den großen französischen Rennen rechtfertigt.
Mehr als nur die Fahrer
Solche Rennen verlangen nicht nur den Sportlern alles ab. Von früh morgens bis spät abends sind auch die Betreuer im Dauereinsatz. Fahrräder müssen gewaschen und repariert, Trinkflaschen vorbereitet, Fahrer massiert und Fahrzeuge für den nächsten Tag einsatzbereit gemacht werden. Dazwischen liegen viele Stunden am Steuer und unzählige kleine Aufgaben, die von außen kaum sichtbar sind.
Die Sportlichen Leiter Anton Wiersma und Léo Bouvier haben gemeinsam mit dem gesamten Staff erneut einen perfekten Job abgeliefert und die Grundlage dafür geschaffen, dass sich die Fahrer auf ihre Leistung konzentrieren können.
Photos:
A. Lipke - Agence Brioche
Yanis el Hassar