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LIVE-BLOG: Wolfhard, Bernd und Eric auf der Classic-Route über die Alpen

Freitag, Jul 18, 2008 in Community Und wieder ist es so weit. In diesem Jahr sind wir auf einer sehr klassischen Route unterwegs. Wir starten in Bayern (Garmisch) und wünschen uns natürlich den entsprechenden bayerischen Himmel in weiß-blau.

Für Bernd ist es der erste Alpencross, für Wolfhard bereits der zweite und meinereiner war auch schon öfters in den Apen unterwegs. Wir werden, wie gewohnt, täglich per SMS berichten und euch nach unserer Rückkehr mit Bildern und Bericht versorgen.

Von Garmisch an den Gardasee
(Etappenbeschreibung des Veranstalters www.Go-Alps.de)

1. Etappe Garmisch-Imst
Start im Zugspitzdorf Garmisch. Über den Eibsee zum Törle Hochplateau und hinunter nach Ehrwald. Mittagsrast auf dem Dorfplatz mit Blicken auf die Zugspitze. Über die Seenroute hinauf zum Fernpass. Downhill ins Gurgeltal nach Imst. 79 km, 1550 hm.

heute morgen nach einem klasse-frühstück unterhalb der imposanten skisprungschanze in garmisch gestartet. ausser wolfi bernd un mir noch 3 saarländer in der gruppe und einen schwaben der immerhin im saarland lebt :-) leider schon nach wenigen minuten regen bis zur mittagspause in ehrwald. dort dann strahlender sonnenschein. ratzfatz waren die klamotten wieder trocken. dann anstieg zum fernpaß und endlich mal kein regen. stattdessen hagel und gewitter 2 volle stunden. ausgezogen im heizungsraum des hotels und eingecheckt mit einem feschen handtuch um die lenden. es grüssen aus imst.... bernd, wolfi und eric

2. Etappe Imst - Nauders
Nach den netten Trails bei Imst, geht es über die Kronburg zum Tramser Weiher. Die Via Claudia Augusta führt nach Pfunds, und wir klettern durch eine alte Festungsanlage hinauf nach Nauders ins 4-Sterne-Wellness-Hotel. 70 km, 1650 hm.

nach einer nacht in einem mittelalterlichen gemäuer (hotel post in imst, erbaut im 14 jhd...) starten wir in richtung nauders. leider regnet es. auch ansonsten lief der tag nicht rund. 2 kettenrisse, die uns stundenlang aufhielten und frieren lassen. nicht gerade die perfekten rahmenbedingungen. zudem ist das heutige profil sehr sägezahnartig und es kommt kein runder tritt auf. immerhin - ab dem mittagessen sonne pur. 28 grad. dazu ein kaiserschmarren als nachspeise, der uns den nötigen turbo für den brutalen sepentinenanstieg nach nauders liefert. dort sitzen wir jetzt beim 5 gänge menü und bereiten den körper auf die nächste etappe vor. es grüßen - wolfi, bernd und eric

3. Etappe Nauders - Naturns
Über das Plamort und die Reschenseen geht's mit dem prächtigen Ortlermassiv vor Augen hinunter ins warme mediterrane Vinschgau. Hier freuen wir uns über die schmalen Waalwege und entdecken immer wieder neue versteckte Trails durch die Apfelplantagen bis nach Naturns. 80 km, 1200 hm.

heute morgen start bei leichtem nieselregen in nauders. direkt nach dem frühstück kommt ein 700 HM anstieg nicht so gut. aber wenigstens wird man warm dabei. oben angekommen leichter schneefall und 5 grad. das zittern vergeht uns bald, bzw. verstärkt sich leicht als ein 90km/h schneller downhill folgt. jetzt kommen die "waalwege". zu kompliziert das jetzt im detail zu erklären. am besten stellt man sich einen ausgesetzten singletrail vor, von dem man aber nach zwei seiten abstürzen kann: hier ins tal oder in einen metertiefen wassergraben der bergseitig am "waalweg" entlangläuft. bernd vermutet, das der "waalweg" deshalb waalweg heißt weil man hier die wahl hat ob sich nach links oder nach rechts zu tode stürzen will. uns jedenfalls ist weder noch passiert - und jetzt stürzen wir ein bier, es grüßen wolfi, bernd und eric

4. Etappe Naturns - St. Walburg
Jetzt wird´s zapfig. Das 1795 m hohe Vigljoch verlangt unsere Konzentration und Kondition. Die Mühen des Anstiegs sind spätestens bei der Mittagsrast in einer der zahlreichen Hütten am Berg vergessen. Mit weiten Blicken präsentiert sich die phantastische Bergwelt der Ortlerausläufer. Nach dem anspruchsvollen Downhill geht es durch das Ultental hinauf nach St. Walburg. 40 km, 1800 hm.

endloch einmal vom start weg sonne! bei blauem himmel starten wir gegen halb neun von schluderns zur naturnser alm. 20 km und 1600 höhenmeter liegen vor uns. es geht über asphalt, fortswege und giftige singletrails nach oben. nach 2 stunden ist es geschafft! die bergwertung geht eindeutig an das saarland. nur ein ironman triathlet ist immer eindeutig schneller. der ist schwabe, wohnt aber wenigstens im saarland - und betrachtet dieses alpencross als eine zarte regenerations-einheit :-) auf der naturnser alm gibt es ein super mittagessen in der sonne und eine ausgedehnte pause. danach geht es weiter auf das vigiljoch-hochplateau. die sicht ist grandios. inmitten einer Q-Herde bewundern wir fast alle dolomitengipfel in der ferne. unser ziel heute ist st. walburg im ultental. nach unzähligen trails und eindrücken endet diese bike-tag mit 60 km und 2300 höhenmetern. pfirti! wolfi, bernd und eric

5. Etappe St. Walburg - Tuenno
Von St. Walburg rollen wir bis St. Gertraud über sanfte Waldwege und bestaunen die über 2000 Jahre alten Ur-Lärchen. Nach steilem Anstieg und Schiebepassagen gelangen wir zum knapp 2500 m hohen Rabbi Joch. Mit etwas Glück bekommen wir in der Haslgruber Hütte Gamsbraten mit Polenta. Der nun folgende Downhill gehört zu den besten in den Alpen. Nachdem wir talauswärts im Male angekommen sind, genießen wir den ersten italienischen Cappuccino und freuen uns, dass wir nicht wie die Transalp Challenge über den Passo Fraine fahren müssen, sondern gemütlich um den Berg über angelegte Radwege nach Tuenno fahren können. 57 km, 1590 hm.

heute stand die königsetappe an. wir starten, wie immer viel zu früh, um halb neun und rollen an der hangkante am ultental entlang und passieren mehrere urige höfe. hier stehen die ältesten nadelbäume europas. die ultner lärchen sind über 2000 jahre alt und haben vermutlich schon die römer über die berge ziehen sehen. jetzt kommen die mountainbiker.... ab st. gertraud wird es dann zapfig. 1200 höhenmetr am stück, bis hinauf zum rabbijoch. einiges davon schier unüberwindbar steil. die meisten schultern ihre bikes. ganz oben erwartet uns die haselgruber hütte auf 2425m höhe. blauer himmel, warm, wenig gäste. wir hauen eine portion pasta rein und legen eine siesta ein. danach etwas coffein auffüllen und schon sind wir bereit für die beste abfahrt der tour: der singletrail vom rabbijoch zählt zu den besten der alpen. an einen solchen tag - ein perfektes erlebnis für geübte biker. einige harmlose stürze in der gruppe bleiben nicht aus - aber alle kommen gut unten an. jetzt geht es noch durchs rabbital weiter nach tuenno. dort übernachten wir in einem hotel, welches keine weitere erwähnung verdient. die strassen und plätze bieten aber das gewohnte italienische lebensgefühl. alles bestens! es grüßen wolfi, bernd und eric

6. Etappe Tuenno - Riva/Torbole
Tuenno im Val di Sole gelegen, ist vom Apfelanbau bestimmt. Unser Weg führt uns durch saftige Plantagen in den Wintersportort Andalo. Die Fahrt entlang des Lago di Molveno vor der gigantischen Brenta Kulisse bringt uns unserem Reiseziel immer näher. Ein letzter Trail führt durch die Marocche, bevor wir den Staub der Reise mit einem Bad im Gardasee abwaschen können. 85 km, 1300 hm.

- wird täglich per SMS ergänzt -