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EMC Triple

Mittwoch, Mai 6, 2009 in Community

Drei Wochenenden - drei EMC-Läufe. Ein Rückblick auf drei sehr unterschiedliche Rennen des Eifel-Mosel-Cups von Richard Warken.
Den Auftakt machte Bekond mit der bekannten technischen Strecke, auf die sich viele schon freuten.
Die Bedingungen an diesem Tag ließ die Techniker unter den Fahrern vielleicht jubeln aber die Antriebstechnik des Rades in die ewigen Jagdgründe wandern. Dauerregen und ca. 10 Grad waren nicht gerade angenehm und verwandelte die Strecke schnell in eine schmierige unberechenbare Rutschbahn. Zumindest während des Rennens legte der Regen eine Pause ein dafür war es aber schon zu spät. Es gab dann auch dementsprechend eine Fangopackung die nach ein paar Runden weder die Fahrer noch die Startnummer erkennen ließ. Erstaunlich ist jedoch, dass 125 Fahrer wissen wollten wer unter diesen Bedingungen am besten zurecht kam.
Die Neugier bei diesen Bedingungen war von unserer Seite recht gering und mit zwei Podestplätzen bei vier Fahrern recht viel versprechend für den weiteren Verlauf des EMC.


Ganz anders eine Woche später in Mehren.
Trocken, angenehme Temperaturen und eine einfache aber sehr schnelle Strecke lockten noch ein paar Fahrer mehr an. Ca. 150 waren zum Hauptrennen am Start und auch wieder wie in Bekond mit starker Luxemburger Beteiligung (8 unter den ersten 20). In dem Kinderrennen zuvor waren unsere Junioren mit beachtlichen Ergebnissen unterwegs, an die unsere „Großen“ nicht ganz anknüpfen konnten.  Bis auf Felix Müller waren alle etwas enttäuscht über ihr abschneiden bei diesem Rennen.  Felix musste eine Woche zuvor in Münsingen (Bundesliga) nach einem unverschuldeten Sturz, das Rennen aufgrund eines gebrochenen Rahmens aufgeben.  Hier in Mehren konnte er sein Rennen auf dem bereits ersetzten Rahmen mit einem bemerkenswerten Vorsprung von fast 10 Minuten auf den zweiten in der U17 Klasse gewinnen. Auch die Gesamtplatzierung sollte man erwähnen. Platz 25 und gerade mal 17 Sekunden hinter dem U19 Gewinner.  Auch ich verlor ca. 10min auf Felix wobei ich schon einen 23er Schnitt fuhr.


Nochmal anders Traben-Trarbach.
Ein Stadtrennen am Abend im Stadtteil Traben mit Siegerehrung in Trarbach.
Das ganze war in eine Veranstaltung des SWR und Happy Mosel eingebunden. Mit gemischten Gefühlen fuhr ich dorthin und war sehr überrascht  über die Strecke. Start am Marktplatz, durch ein paar enge Gassen, wieder über den Marktplatz, aus dem Ort heraus in den Weinberg und wieder runter durch enge Trails und Treppen  in den Ort, links, rechts, Treppe, usw. vorbei an speisenden Restaurantgästen wieder zum Marktplatz. Man stelle sich mal vor ein Moutainbike-Rennen durch die Saarlouiser Altstadt am frühen Samstagabend. Ungewohnt viele Zuschauer fast an der ganzen Strecke entlang, Touristen die zufällig vorbeikommen,  Anwohner, Restaurant- und Kneipenbesucher bringt so eine Strecke mit sich. Mir fällt auch noch der am Boden liegende Fotograf ein dem wir die Super Bilder zu verdanken haben.
Für ein Stadtrennen konnte die Strecke auf jeden Fall auch ungewöhnlich viele Höhenmeter bieten. Da ich vor der letzten Runde  kurz vor Start und Ziel von den führenden überrundet  wurde blieben mir die letzten 142m erspart. Die waren es nämlich pro Runde. Wenn man bedenkt, dass es für mich 7 Runden waren kommt man bei einer Strecke von 30km auf einen Wert den weder der Saarschleifen- noch der Erbeskopfmarathon bieten kann. 997 Höhenmeter standen auf meinem Tacho  und ein Schnitt von 20km/h.
Hier kehrte das Strahlen in den Gesichtern unserer Fahrer aufgrund der Ergebnisse wieder zurück.


Der EMC-Cup mit seinen völlig unterschiedlichen Strecken hat meiner Meinung nach seine Attraktivität  weiter behalten. Das Finale in Altlay  verbindet die Charaktere der drei Strecken in einer. Höhenmeter, Geschwindigkeit und Technik. Leider liegt der Termin am 01.06. etwas unglücklich in diesem Jahr denn ein Tag vorher findet der Saarschleifen-Marathon in Orscholz statt.

Sportliche Grüße
Richard