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Dickmilch auf dem Litermont

Mittwoch, Jan 7, 2009 in Community Dichtmilch hält die Reifen dicht. Doch auch dieses geniale System hat seine Tücken..
Die erste Tour im neuen Jahr sollte uns auf die Trails um den Litermont führen...

... und es mussten wieder mal alle Register gezogen werden um die Gruppe wieder heil zurückzubringen.

Der Parkplatz in Köllerbach ist dicht belegt, Samstagmorgen, Einkaufsmorgen.

Nicht so für 13 Biker die sich auf einer freien Ecke treffen um das neue Jahr mit einer ausgedehnten Ausfahrt zum Litermont zu beginnen. Lilli, Helmut M., Timo, Roland, Stefan B.,Helmut K., Markus W., Michael S., Patrick B., Thomas K. sowie Martin (Puremalt), selbst seit ein paar Monaten BIKE-AID Mitglied und Winnie von den Mandelbachtaler Schlammspritzern die die weite Anreise nicht gescheut haben und dick verpackt in der Reihe stehen.

Bevor wir losfahren gibt es schon die ersten Probleme. 5 R(Schn)itzel Tom sind die Schaltleitungen vereist und er muß zuerst mal alles gangbar machen. Den Rest der Tour wird er öfter mit der Hand nachhelfen.

Timo und Stefan, Teilnehmer der diesjährigen Transalp Challenge ziehen die Gruppe hinter sich den Berg hinauf. Oberhalb von Schwarzenholz versperrt ein Holzmacher mit seinem Hänger den Weg.

Eine geplatzte Hydraulikleitung hat Ihn ausser Gefecht gesetzt und auf seinem Hemd eine schmierige Ölspur hinterlassen. Wie der Wald rundum aussieht könnt Ihr Euch sicher denken.

Auf der Grobschotterabfahrt nach Saarwellingen fliegt plötzlich ein schwarzer Gegenstand durch die Luft. Die Vollbremsung hat sich gelohnt. Winnies Tachohalterung war der Weg wohl zu ruppig und der Gummi der Halterung hat sich gelöst. Wir finden beide Teile wieder und die Fahrt kann weitergehen.

Am Freigehege in Saarwellingen warten  Dämon, Greta, Theo, und Patrick.  Mittlerweile zu siebzehnt queren wir die Prims bei Körprich und steigen auf  Richtung Litermont Gipfelkreuz.

Es ist Punkt zwölf am Gipfelkreuz und " um zwölf gebbt gess, ob gekocht iss odda net" . Statt  Linsensupp mit Wiener gibt es aber nur "Wurschtweck" mit Riegel.

Nach dieser wohlverdienten Pausee steigen wir in die Trails um den Litermont und kaum haben wir ein paar Meter gefahren kommt schon der Ruf aus dem Wald. Platt!!! Winnie ist wieder an der Reihe und Theo mit seiner Gaspatrone schnell zu Stelle. Doch das hilft nur kurzfristig. Die Dichtmilch ist zur Dickmilch gefroren.

Zwei Trails weiter die nächste Panne. Stefan reisst die Kette. Markus W. hat wie immer für die Kollegen genügend Kettenschlösser mitgebracht und so hält uns auch diese Panne nicht lange auf.

Etwas schwieriger stellt sich die Situation bei Winnie dar. Seine bisher bestens funktionierende tubeless-Lösung mit Dichtband und Autoventil ist durch die Gaspatrone komplett hinüber und es bleibt nur das Einziehen eines neuen Schlauchs. Auf einer sonnigen Wiese unterhalb des Litermont bauen wir unsere Reifenwerkstatt auf.

Warmer Tee bringt wenigstens von innen ein wenig Erwärmung. Erst der zweite Schlauch ist dicht und wir können unsere Sonnentour fortsetzten.

Markus W. hat sein "Kraftwerk" auf Volldampf laufen. Die Handschuhe braucht er jetzt nicht mehr.

Geburtstagskind Helmut K. muß uns leider verlassen und auf dem schnellsten Weg nach Hause fahren. Die Geburtstagstorte wartet schon.

"Happy Birthday Helmut!"


Rund um Düppenweiler sind die Trails am schönsten und auf dem Weg zurück zum Litermont müssen wir noch einiges auslassen. Die Wasserlöcher auf den Kuhweiden sind knüppelhart und gefährlich gefroren.

Die Körnerboxen gehen  langsam auf gelb/rot und es ist noch ein weites Stück zurück nach Köllerbach. Über den Dillinger Wald,  Dieffler Primsbrücke und am Industriepark vorbei geht es weiter nach Hülzweiler. Lilli will sich von Ihrem Mann abholen lassen. Das lassen wir nicht zu. Sie  muß weiterkämpen bis zum Schluß.

Der Schlauch von Winnie hält; stattdessen plagt ihn jetzt akuter Wassermangel. Auch ihn bringen wir durch bis zum Parkplatz.

Die Abendsonne taucht langsam hinter der Ensdorfer Halde ab. Fast 7 Stunden waren wir bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt unterwegs und 77 km mit 1200 hm stehen zum Schluß auf unseren Tachos. 

Das Abschlußweizen in Lillis Bistro (hat nix mit der mitfahrenden Lilli zu tun) verpufft und ein gelungener Start in ein hoffentlich für alle gutes und sturzfreies Bikejahr ist gelegt.


Sportliche Grüsse

Martin