Image

Bikemarathon Pfälzerwald 2008: Gibt es denn hier nur Saarländer?

Freitag, Aug 15, 2008 in Community

Wie im letzten Jahr habe ich mich dazu entschlossen die Trails des Mountainbikeparks Pfälzerwald zu erkunden. Da ich im Lesen von Karten nicht ganz so gut bin, fahre ich lieber mit vielen Gleichgesinnten durch das größte Waldgebiet Deutschlands und genieße im sportlichen Wettbewerb die Fülle an Highlights, die diese Region zu bieten hat.
Natürlich muss ich dann auch der Ausschilderung folgen, aber die vielen bunten Schilder und Bänder bei einem Marathon lassen mich dann schon irgendwie aus dem Wald finden.

Als ich in meinen Startblock rollte,  war es fast wie bei einem Rennen im Saarland. Fast ausschließlich Biker aus unserer schönen Heimat standen um mich herum. Mit Michael Koch, meinem Teamkollegen, wurden gleich mal die neusten Rennerlebnisse ausgetauscht und in die erste Reihe drängte sich gleich mal eine große Fraktion der Saarschleifen-Biker. Seltsam nur, dass viele von ihnen eine 2000er Startnummer am Lenker hatten, was bedeutete, dass sie eigentlich einen Block hinter mir stehen müssten und 10 Minuten später starten würden. Aber im Pfälzerwald nimmt man das alles nicht ganz so genau, da glaubt man noch an das gute im Menschen. Ich jedenfalls stand da, wo ich hin sollte…

Nach dem Startschuss passierte dann das Übliche. Man fährt in der Gruppe und am ersten richtigen Anstieg fliegt das Feld auseinander. Ich fuhr mit einem weiteren Teamkollegen Harald Behr durch die Wälder bis ich ihn nach 30 Kilometern verloren hatte. Die anderen waren auch nicht mehr zu sehen, so dass ich bis auf einen Franzosen der Schnellste aus meinem Block war. Für die Strecke kann man gar nicht genug lobende Worte finden. Anspruchsvoll, abwechslungsreich, schnell, steil, schmal…einfach genial.

Als ich dann zufrieden ins Ziel rauschte, schob ich mir noch ein wenig Kuchen und Obst rein und freute mich schon im nächste Jahr einen anderen Teil dieses Mountainbike-Reviers erkunden zu dürfen. In der Endabrechnung wurde ich dann zweiter in meiner Altersklasse und siebter gesamt. Als fader Beigeschmack bleibt leider, dass sich einige wissentlich oder nicht einen Block nach vorne geschmuggelt haben und obwohl sie deutlich nach mir angekommen sind, sagenhafte acht bis neun Minuten schneller waren. Sachen gibt´s!  Aber gut, bei den wichtigen Rennen gibt es ja einen Chip. Und ich selbst bin fähig mich in den richtigen Block zu stellen.

Nichtsdestotrotz stand für mich im Vordergrund, ein paar Single-Trails zu rocken und das kultige Ambiente zu genießen. Gelassen läuft´s…

Bis denne

Olli