Vier Jahre im nationalen Nachwuchsoberhaus, das heißt Erfolge und Jubel, aber vor allem harte Arbeit. Es gab Höhen, und es gab Tiefen und Rückschläge, die erst einmal weggesteckt werden wollten. Dazu kam an jedem Rennwochenende der Spagat: Leistungssport auf den Strecken Deutschlands, unter der Woche der ganz normale Schulalltag. Der 4. Platz im Zeitfahren in Gedern 2025 bleibt ein Meilenstein, auf den Lina stolz zurückblickt.
Für das Finale lautete die Devise: alles riskieren und die letzten Körner auf der Strecke lassen. Der Samstag begann allerdings verhalten. Im Slalom kam Lina auf Platz 14 und blieb hinter den eigenen Erwartungen, ein Dämpfer zur Unzeit.
Am Sonntag schüttelte sie den Frust ab und richtete den Blick auf das XCO-Rennen. Der Kurs in Albstadt ist berüchtigt: Extrem steile, kräftezehrende Anstiege und technisch kompromisslose Abfahrten verlangen Mensch und Material alles ab. Auf den steilen Uphill-Passagen und in den technischen Sektionen holte sie alles aus sich heraus, kämpfte bis an die Belastungsgrenze und wurde belohnt: Platz 9, ein Top-10-Ergebnis unter den besten deutschen Nachwuchsfahrerinnen.
In der Gesamtwertung der Bundesliga fehlte am Ende hauchdünn etwas zu den Top 10, Lina wurde Elfte. Die Freude über das gelungene Wochenende überwiegt trotzdem bei weitem. „Zu sehen, dass meine Formkurve zum Ende der Saison wieder so deutlich nach oben zeigt, erleichtert mich sehr und macht mich einfach happy“, sagt Lina nach dem Überqueren der Ziellinie.
Die MTB-Saison 2026 findet damit einen absolut versöhnlichen und würdigen Abschluss. Ein großes Dankeschön gilt der Familie, dem Landestrainer Matthias Lauer, BIKE AID und den Sponsoren, die diesen vierjährigen Weg im Nachwuchsbereich erst möglich gemacht haben. Wir sind stolz auf das, was Lina in dieser Zeit erreicht hat. Das Kapitel Jugendbundesliga ist geschlossen, das nächste Abenteuer kann kommen!