MTB-RACING:
1. Lauf EMC in Bekond
28.03.2006 - 2758 x angesehen (zuletzt am: 19.05.2012 um 20:19)
Viel Schlamm gab´s und wenig Sonne.
Rennberichte von Norbert Martini, Boris Solander und Oliver Kausch.
Die Ergebnisse der Team-Fahrer:
Kolumnist Norbert Martini berichtet:Alles neu macht der ... EMC in der Saison 2006.
Neu sind die Bewertungs- und Startergruppen. Hobby- und Lizenzfahrer
fahren getrennt, jedoch in vier Altersklassen (U19, MHK, MSK 1, MSK 2)-
Jung gegen Alt. Aufs Treppchen kommen nur die Sieger der jeweiligen
Rennen. Erst in der Cup-Wertung nach den fünf Rennen kommen die
Altergruppen zum Tragen bzw. Stehen... eine Regelung, mit der bestimmt
nicht alle glücklich sind.
Neu war das Wetter in Bekond: statt heiß und trocken wie gewohnt - eher
kühl und sehr matschig...
Bei welcher Veranstaltung sah man schon die Fahrer ihre Bikes vor (!)
dem Rennen abspritzen, nämlich schon nach dem ersten Abfahren der
Strecke.
Neu war die Verköstigung der Fahrer nach den Rennen mit einem
alkoholfreien Bitburger.
Und vor allem: Neu war ein Teamname, der an diesem Tag öfter zu hören
war: Bike-Aid-Racing-Team. Mit vier Fahrern zum ersten Mal als Team
dabei, um auf die Aktion Bike-Aid aufmerksam zu machen.
Mehr auf der
Website von Norbert.Einen sehr spezieller Rennbericht gibts noch vom guten Boris....
Hey Chef, Was
soll ich sagen! Räder verladen und ab nach Bekond. Auf der Autobahn
Höhe Nonnweiler geht mein Bereitschaftshandy,und der Herr Ing.Frick ist
an Strippe und lädt mich zu einer Runde in die Stranggussanlage 3 ein.Fazit:Plane nie ein Rennen wenn Du Bereitschaft hast.Gruß Boris.
Unser Korrespondent und Racer Olli K. hat sich auch seine Gedanken gemacht:
Der Winter stresste uns eigentlich schon genug und die
Vorfreude auf den Frühling mit den ersten Rennen stieg damit um so
mehr. Doch was die Wetter- und Bodenverhältnisse beim ersten Lauf des
Eifel- Mosel- Cups angeht, ist schlammig noch eine humane Umschreibung.
In
Bekond fanden sich die „Racer“ zum Serienauftakt ein. Alles war ein
wenig anders wie in den letzten Jahre. Es gibt ab diesem Jahr keine
Altersklassenrennen mehr, sondern ein Lizenz- und Hobbyrennen. Die
Cupwertung findet jedoch weiterhin in Altersklassen getrennt statt. Das
kleine Dörfchen mit der berüchtigten „Affenschaukel“ als
Streckenhighlight musste also heuer als Auftaktrennen herhalten. Die
Runde startet am Sportplatz und geht dann schön gleichmäßig ansteigend
über Schotter und Asphalt runde 100 Höhenmeter hoch. Danach
verschwindet man im Wald. Und hier gab es nach den tagelangen
Regenfällen kein Erbarmen für die Meute. Es wurde gerutscht,
geschlittert und gefallen, was das Zeug hält. Runde für Runde
entwickelte sich die Waldpassage zu einem immer größeren Abenteuer.Ich
startete in der Hobbyklasse und kam eigentlich direkt nach dem Start
ganz gut zurecht und war nach den ersten Höhenmetern recht weit vorne
platziert. Ein ungewohntes Gefühl für einen Marathonfahrer, der die
heftige Laktatspülung zu Beginn nicht gewohnt ist. Aber ich musste mir
weiter keine Gedanken machen, denn sobald es in den Morast ging, wurde
ich schön durchgereicht. Aufgrund meiner verwegenen Fahrkünste bergab,
fuhr Gott und die Welt wieder an mir vorbei.In diesem Wechsel
bewegte ich mich durch das ganze Rennen. Vier vor fünf zurück, drei vor
vier zurück,........Nach fünf Runden war der Spuk dann vorbei und ich
schaffte es defekt- und sturzfrei ins Ziel. Andere hatten in dieser
Beziehung weniger Glück. Mit der Radwäsche stand dann anschließend die
nächste Herausforderung an.Alles in allem war es eine gewohnt
schöne Veranstaltung, die sich, wie es man vom Eifel- Mosel- Cup
gewöhnt ist, durch ihre persönliche Note auszeichnete. Die meisten
zogen zufrieden von dannen und hoffen wohl auf besseres Wetter für die
nächsten Läufe. Ich übrigens auch. Ich würde ja noch gerne von
meiner Begegnung mit dem Fotografen erzählen, aber das hat mir ein
Kolumnenschreiber netterweise abgenommen. Nur soviel: Es war keine
Absicht!!!
euer Olli